Temporär gebaut.
Dauerhaft begeisternd.
Was schnell entsteht, ist in der Regel nur für den Übergang gedacht. Wer an temporäre Architektur denkt, denkt oft an Kompromisse: provisorisch, zweckmäßig, begrenzt belastbar. Anders auf dem Campus der Technischen Universität München. Hier entstand eine durchdachte Infrastruktur aus Raumlösungen, die in Qualität, Flexibilität und vor allem aber Nachhaltigkeit überzeugen. Die Systembauten von Losberger De Boer bilden das funktionale Rückgrat des Campus – und zeigen, was temporäre Lösungen heute leisten können.
Garantiert kein Kompromiss
In nur sechs Monaten entstand ein Gebäudekomplex, der heute sämtliche zentralen Funktionen des Campus beherbergt. Die Baumeister von LDB errichteten unter anderem zwei Hallen mit 25 × 40 und 25 × 75 Metern Grundfläche, jeweils mit sieben Metern Seitenhöhe. Darin: insgesamt fünf großzügige Hörsäle. Direkt gegenüber: eine weitere Einheit (15 × 70 und 15 × 30 Meter) aufgeteilt in zwei Seminarräume, Technikraum 1 + 2 sowie den Sanitärbereich Süd.
Zentral zwischen den Hörsaal- und Seminarbereichen verläuft die Magistrale: ein 115 Meter langer Verbindungsgang, der alle Gebäudeteile miteinander vernetzt und direkt ins Eingangsfoyer (15 × 60 m) führt. Dort befinden sich Büroflächen, ein lichtdurchfluteter Multifunktionsraum mit Glasfront und barrierefreie Sanitäreinrichtungen. Entlang der Magistrale selbst laden integrierte Sitzbereiche zum Lernen, Austauschen und Verweilen ein.
Was auf den ersten Blick wie klassischer Hochschulbau wirkt, basiert auf modularen Systemen, die mit gängigen Standards brechen: Sämtliche Dächer wurden mit A0-zertifizierten Sandwichelementen ausgestattet – nicht brennbar und GEG-konform. Großzügige Dachflächenfenster bringen Tageslicht tief in die Innenräume und schaffen eine helle, angenehme Lernumgebung. Blaue Fassaden in stylischer Pfosten-Riegel-Optik verleihen dem Bauwerk eine klare, zeitgemäße Anmutung. Auch funktional zeigt sich der Anspruch im Detail: Türen mit Drehantrieb öffnen automatisch per Infrarotsensor – kontaktlos, barrierefrei und auf Komfort ausgelegt.
Vom Campus bis zur Einsatzleitung
Neben den zentralen Lehr- und Seminargebäuden entstand im südwestlichen Bereich des Areals auch ein Betriebshof in Modulbauweise – mit viel Platz für die Campusverwaltung und die Feuerwehr übernimmt er abseits des Lehrbetriebs eine essenzielle Funktion für die Organisation und Sicherheit vor Ort.
Ein weiteres Beispiel dafür, wie flexibel und vielseitig sich die Raumlösungen von Losberger De Boer auf konkrete Anforderungen zuschneiden lassen. Ob für einzelne Gebäude, komplette Areale oder zeitlich begrenzte Einsätze – im Vergleich zu konventionellen Massivbauten überzeugen sie durch kurze Bauzeiten, hohe Anpassungsfähigkeit und ein besonders wirtschaftliches Gesamtprofil.














